Lösung #1
Schluss mit dem Tracking beim Surfen
Das Problem
Jede Website, die du besuchst, jeder Artikel, den du liest, jeder Link, auf den du klickst — alles wird aufgezeichnet. Nicht nur von der Seite, auf der du gerade bist, sondern von Hunderten unsichtbarer Tracker, die in fast jeden Winkel des Internets eingebettet sind. Die meisten Menschen würden ihren Browserverlauf nicht ihrem Chef, ihrer Partnerin oder ihrer Steuerbehörde zeigen. Dennoch werden genau diese Informationen von Unternehmen, die die meisten von uns nie gehört haben, gesammelt, ausgewertet und zu Geld gemacht — ohne unsere echte Zustimmung.
Das ist kein Versehen und kein Nebeneffekt. Es ist das bewusste Geschäftsmodell des modernen Internets. Grosse Tech-Konzerne haben Billionen-Dollar-Imperien auf Kosten deiner Aufmerksamkeit und deiner Daten aufgebaut. Je mehr sie darüber wissen, was du liest, schaust und suchst, desto wertvoller bist du für Werbetreibende. Dein Browserverlauf ist kein Nebenprodukt der Internetnutzung. Er ist das Produkt.
Das Datenschutzrisiko
Wenn du eine beliebige Webseite öffnest, werden Tracking-Cookies auf deinem Gerät platziert — kleine Dateien, die dir von Seite zu Seite folgen und aufzeichnen, was du liest, kaufst und suchst. Selbst wenn du deine Cookies löschst oder den privaten Modus nutzt, kann Browser-Fingerprinting dich immer noch identifizieren — indem es deine Bildschirmgrösse, installierte Schriftarten, Browser-Einstellungen und Zeitzone zu einer einzigartigen Kennung kombiniert, die sich kaum verbergen lässt.
Diese Daten bleiben nicht bei einem einzigen Unternehmen. Sie fliessen durch ein riesiges Ökosystem aus Werbenetzwerken und Datenhändlern, die detaillierte Profile über dich aggregieren, verpacken und verkaufen — an Vermarkter, Versicherungen, Arbeitgeber und manchmal Behörden. Der durchschnittliche Europäer hat seine persönlichen Daten täglich Hunderte Male in Echtzeit an Unternehmen übermittelt — ohne es je zu wissen. Du wirst nicht mit dem Internet bedient. Du wirst abgebaut.
Einfache Lösungen
Das sind die Tools, die wir persönlich nutzen und empfehlen. Alle erfüllen unsere Aufnahmekriterien: quelloffen oder source-available, kein Werbegeschäftsmodell, kein Datenverkauf.

Source-available
Unsere erste Empfehlung. Brave basiert auf der gleichen Engine wie Chrome, fühlt sich also sofort vertraut an — blockiert aber Werbung und Tracker standardmässig, auch auf YouTube. Keine Konfiguration nötig. Brave ist source-available, nicht vollständig quelloffen, und basiert auf Googles Chromium-Engine.
macOS
Linux
Android
iOS
Open source
Für alle, die einen Schritt weitergehen wollen. Firefox ist ein vollständig quelloffener Browser, der von Mozilla — einer gemeinnützigen Organisation — betrieben wird und eine eigene, unabhängige Engine verwendet. Das bedeutet: keine Abhängigkeit von Googles Browser-Infrastruktur. In Kombination mit der Erweiterung uBlock Origin entsteht eines der leistungsfähigsten und individuell anpassbarsten Datenschutz-Setups, mit dem du Werbung, Tracker und einzelne Seitenelemente präzise blockieren kannst.
uBlock Origin ist auf iOS nicht verfügbar.
macOS
Linux
Android
Aus dem Blog
Weiterführende Beiträge aus dem Pretty Simple Privacy Blog.
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